24.01.2014 / Gesamtverein

SSV Berghausen ist als Spätstarter bekannt

Fußball-Bezirksligist will sich intensiv auf die Rückrunde vorbereiten

Es ist beinahe schon zur Tradition geworden. Wie in den beiden Spielzeiten zuvor, verpatzte der Fußball-Bezirksligist SSV Berghausen auch den Auftakt zur laufenden Saison deutlich. Nachdem die Elf von Siegfried Lehnert in den ersten sieben Partien nicht gewinnen konnte, musste sie sich zwischenzeitlich sogar mit dem vorletzten Tabellenplatz begnügen. "Wichtige Eckpfeiler mussten teilweise wegen schwerwiegender Verletzungen passen", sagt Lehnert. Den Ausfall der Leistungsträger Martin Czogalla (Schulter-Operation), Markus Böwing und André Ogon (beide Bänderriss), konnte der SSV nicht vollständig kompensieren. Außerdem habe die erhöhte Belastung durch den Niederrheinpokal den kleiner gewordenen Kader weitere Kraft gekostet.

Doch mit der Rückkehr der Verletzten zeigte ebenso der SSV ein anderes Gesicht. Die Mannschaft steigerte sich immens und ging in den folgenden neun Duellen sieben Mal als Sieger vom Platz. Am Ende der Hinrunde gelang es dem Team sogar, auf dem achten Tabellenplatz zu überwintern. Fazit: Berghausen ist der Spätstarter der Bezirksliga. "Mit der Genesung von Czogalla und den anderen Verletzten haben wir uns wieder gefunden'', bestätigt der 53-jährige Übungsleiter. Dass sich die fünf ausgerückten Akteure aus dem eigenen Juniorenbereich mehr und mehr an das erhöhte Tempo und die Cleverness gewöhnen konnten, verlieh der Mannschaft weitere Stabilität.

Inzwischen verpflichtete Berghausen in Samet Topcu (19) einen weiterer früheren A-Jugend-Spieler, der vom Nachbarn TuSpo Richrath kommt. Der Mittelfeldmann soll Bastian Töpfer (keine Einsätze in dieser Saison) ersetzen, der den Verein nun wegen beruflicher Gründe endgültig verlassen hat. Lehnert ist von Neuzugang Topcu überzeugt: "Wir versprechen uns viel von Samet, weil er eine große Perspektive hat." Vor allem besteche der Nachwuchsspieler, der schon gut integriert sei, durch seine enorme Schnelligkeit. Weitere personelle Änderungen sind in der Winterpause nicht mehr geplant.

Seit dem Beginn der Winter-Vorbereitung am 12. Januar muss Berghausen ein gut gefülltes Programm durchstehen. "Weil es die Witterung zulässt, werden wir zwar vornehmlich auf dem Platz bleiben. Aber wir werden natürlich auch im konditionellen Bereich etwas zu tun haben'', berichtet Lehnert. "In der Rückserie müssen wir noch viele Punkte sammeln, denn die Mannschaften in der Bezirksliga sind sehr eng aneinander gestaffelt", sagt der Trainer. Gleichzeitig hebt er die Stärke seiner Mannschaft hervor und blickt den kommenden Aufgaben zuversichtlich entgegen: ,,Wir haben einen breiten Kader und wollen unter die ersten fünf Mannschaften kommen." Dabei sollen die Spieler aber die Nerven bewahren und sich keinen Druck machen.

Zunächst hat der SSV den Tabellensechsten SpVg. Hilden 05/06 ins Auge gefasst, der mit 28 Punkten drei Zähler besser liegt als der Achte Berghausen (25). "Im ersten Spiel der Rückserie möchten wir die Hildener unbedingt schlagen. Sie sind unser Hauptkonkurrent um den fünften Tabellenplatz", meint Lehnert, der mit seiner Elf am 23. Februar (15 Uhr) auf den Nachbarn trifft. Bis dahin gibt es noch zahlreiche Tests, die als Gradmesser dienen – wie das Duell mit dem Landesligisten TSV Ronsdorf (13. Februar). In der kommenden Woche wird der SSV drei Trainingseinheiten sowie den Test gegen den Bezirksligisten Atatürk Mettmann (Samstag, 15 Uhr) und das eigene Hallenturnier um den Blumentopf-Cups bestreiten (Sonntag). Auf Lehnerts Team wartet eine sehr intensive Vorbereitung – damit der Spätstarter Berghausen weiter ins Rollen kommt.

Quelle: Fabian Schmitt/RP

 

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Trainer Siegfried Lehnert bekam seine Mannschaft erst nach sieben Partien in die Erfolgsspur. Längst aber läuft es wieder rund im SSV-Team. FOTO: Archiv/Matzerath