28.10.2014 / Gesamtverein

Berghausen steht für schönen Fußball...

..die Rheinische Post berichtet...

Der Bezirksligist stellt fast immer eine starke Mannschaft, die aber oft schleppend startet. In dieser Saison laufen die Dinge etwas anders.

Seit Jahren gelingt es dem SSV Berghausen, in der Fußball-Bezirksliga ein Team ins Rennen zu schicken, das fußballerisch den höchsten Ansprüchen für diese Klasse genügt. Spiele mit Berghausener Beteiligung versprechen in der Regel einen hohen Unterhaltungswert. Und an der Baumberger Straße legen sie Wert darauf, mit jungen Leuten attraktiven Fußball zu zeigen. Für eine Platzierung ganz oben reichte es in den vergangenen Jahren allerdings nie - vor allem deshalb, weil der SSV mindestens einmal pro Saison eine Schwächephase durchmachte und da entscheidend an Boden verlor. Zuletzt erwischte diese Durststrecke den SSV meist direkt am Saisonbeginn, sodass die Elf von Trainer Siegfried Lehnert der Musik von Anfang an hinterherlief. Und selbst die längsten Siegesserien, die mit ähnlichen Regelmäßigkeit auf den schwachen Start folgten, reichten letztendlich nicht mehr aus, um die Spitzenmannschaften einzuholen.

Als jetzt mit vier Siegen aus den ersten vier Runden mal ein blitzsauberer Start gelang, dürften bei dem einen oder anderen Berghausener die Hoffnung auf neue Zeiten da gewesen sein - obwohl Lehnert immer wieder betonte, dass der Aufstieg in seiner Mannschaft kein Thema sei. Und tatsächlich folgte auf den Blitzstart jetzt eine Negativserie mit nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Spielen. Der SSV belegt zwar in der Tabelle immerhin Platz drei, steckt nun jedoch in einer Art Ergebniskrise. "Wir sind weiterhin voll im Soll und sehr zufrieden mit dem aktuellen Stand. Aber zuletzt hatten wir zu viele Unkonzentriertheiten drin, die uns einige Punkte gekostet haben", sagt Lehnert, der mit den Leistungen der Berghausen trotzdem zufrieden sein konnte.

Einen Grund für die neueste Lage der Mannschaft sieht der Trainer im Fehlen einiger tragender Säulen. Neben Abwehrchef Martin Czogalla, der an einer Sprunggelenks-Verletzung laboriert und am vergangenen Sonntag beim 3:3 gegen Bösinghoven II unter Schmerzen auflief, fehlen aktuell die Brüder Daniel und Sebastian Claus sowie Demetrio Scelta, Marius Reiter, Markus Böwing, Tobias Ockenfels und André Ogon. Während Sebastian Claus in dieser Woche ins Mannschaftstraining zurückkehrt, muss Lehnert auf die anderen wohl länger verzichten. "Wir müssen bis zur Winterpause irgendwie so viele Punkte holen wie möglich, um dann nach der Wintervorbereitung wieder richtig angreifen zu können, wenn die Verletzten wieder dabei sind", meint der Coach.

Während in Daniel Claus, Scelta, Reiter und Ockenfels ein Großteil der Berghausener Zugänge aktuell nicht an Bord sind, entwickelt sich der vom Nachbarn SC Reusrath gekommene Florian Franke zur extrem wertvollen Stütze. Mit seinen acht Treffern ist der Mittelfeldspieler der beste Torschütze beim SSV - und er besticht dabei besonders durch seine enormen Qualitäten bei Standard-Situationen. "Er hat eine tolle Schusstechnik und ist technisch überhaupt sehr gut ausgebildet. Er hebt unser Spielniveau noch mal an", betont Lehnert, der vom "Mann für die ruhenden Bälle" begeistert ist. Mit seinen 20 Jahren ist Franke verantwortlich für alle Ecken und Freistöße.

Außerdem ist er unter den Elfmeterschützen die erste Wahl. Deshalb erzielte Franke auch vier seiner acht Treffer durch Strafstöße. Am Sonntag beim 3:3 gegen Bösinghoven II scheiterte er beim Stande von 3:3 zum ersten Mal am gegnerischen Keeper. "Eigentlich braucht man nicht hinzugucken, wenn er anläuft", findet Lehnert, der auch künftig den Qualitäten seines Schützlings vom Punkt aus vertraut. Ganz nebenbei kann Franke aus dem Spiel heraus ebenfalls zur Stelle sein - wie sein Treffer zur 3:2-Führung gegen Bösinghoven zeigte. Florian Franke trägt viel dazu bei, dass der SSV in dieser Saison wieder höheren Ansprüchen genügt.

Hier der Originalartikel.

 

 

 

 

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