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23.05.2017 / Fussball (Nachwuchs)

Julian May auf vielen Wegen unterwegs

Ein Interview von Helmuth Höhn mit Julian May

Julian May, 14 Jahre, Spieler der C-Jugend des SSV Berghausen und Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums in Langenfeld sitzt mir gegenüber.

 

Julian, wie bist Du zum Fußball gekommen und seit wann spielst Du beim SSV Berghausen?

 

Zunächst habe ich verschiedene Sportarten ausprobiert, dann habe ich mich für den Fußball entschieden. Es macht mir Spaß, mit anderen in einer Mannschaft zu spielen. Da wir in Berghausen wohnen und die Jugendabteilung des SSV einen sehr guten Ruf hat, habe ich mich dann mit 10 Jahren angemeldet.

 

Hast Du direkt auf Deiner Lieblingsposition gespielt?

 

Zunächst hat mich der Trainer als Innenverteidiger aufgestellt. Da ich aber dauernd mit nach vorne gegangen bin, wurde ich dann als Stürmer eingesetzt. Das ist genau die Position, auf der ich mich wohl fühle. Dies zeigt sich auch an der Anzahl der Tore, die ich schon geschossen habe.

 

In den letzten Wochen hat sich ja einiges für Dich, was den Fußball angeht, getan.

 

Ja, das stimmt. Im Februar wurde ich – neben Paul Boes – zum Jugendsprecher in den Jugendvorstand des SSV Berghausen gewählt.

 

Was ist das? Was muss man da tun?

 

Es ist eine Tätigkeit, die so ähnlich ist wie der Schülersprecher. Paul und ich vertreten die Jugendspielerinteressen im Jugendvorstand. Also, wenn es ein Problem gibt, sollen uns die Spieler ansprechen und wir sprechen dann mit dem Vorstand darüber. Oder, wenn was neu beschafft werden soll, Bälle z.B.. Dann sprechen wir mit dem Vorstand. Also schon eine verantwortungsvolle Aufgabe.

 

Aber dabei ist es nicht geblieben.

 

Richtig. Unser derzeitiger F1-Trainer suchte noch einen Co-Trainer. Unser Jugendleiter hat dann mal bei den Spielern nachgefragt, wer Interesse hat, als Co-Trainer mitzumachen. Ich habe mich gemeldet und trainiere jetzt schon seit einigen Wochen mit. Macht richtig Spaß, mit den Kleinen zu trainieren.

 

Sitzt da vor mir vielleicht der nächste Jogi Löw?

 

Nee, soweit ist es noch nicht. Auf jeden Fall möchte ich jetzt den Kindertrainerschein und dann die weiteren Trainerscheine bis zum C-Schein erwerben.

 

Wer jetzt denkt, das wars bei Dir, der irrt sich, oder?

 

Ja, da gebe ich Dir recht. Am Anfang des Jahres hat der Kreis 2 (Solingen) einen Aufruf für Nachwuchsschiedsrichter gestartet. Tja, da habe ich mich dann auch für gemeldet. Ich finde, dass selbst in der Jugend viel zu viele Spieler und Eltern dauernd gegen die Schiedsrichter meckern, immer alles besser wissen. Aber sie haben nicht den Mut, selber als Schiedsrichter aufzulaufen. Das sehe ich anders. Daher habe ich mich gemeldet. Zudem stärkt die Tätigkeit auch das Selbstbewusstsein und die Persönlichkeit, wenn man alleine gegen mehrere seine Entscheidung vertreten muss.

 

Wie weit bist Du jetzt?

 

Mit schätzungsweise 60 weiteren Nachwuchsschiedsrichtern des FVN, davon bin ich einer von nur einer Handvoll aus Langenfeld, habe ich mit Erfolg die Prüfung bestanden und bin nun ein „Jungschiedsrichter“.

 

..und pfeifst nun in der Oberliga…

 

Nein, so schnell geht es nicht. Ich werde zunächst im unteren Bereich Spiele pfeifen. Dabei werde ich beobachtet und dann kann man in den nächsten Jahren nach positiven Bewertungen und durch Lehrgänge immer weiter hochklassig pfeifen.

 

Da Du nun zweigleisig unterwegs bist, hat der Fußball den Vorrang oder wird es irgendwann eine Entscheidung für den Schiedsrichter geben?

 

Da ist es noch zu früh für mich. Mal abwarten. Ich habe ja noch Zeit.

 

Die Saison 2016/17 ist in zwei Wochen zu Ende. Was erwartest Du für die neue Saison?

 

Zunächst einmal haben wir in der neuen U15 uns zum Ziel gesetzt, beim 14.  Provinzial U15 Cup am 26.08. und 27.08.2017 den großen Mannschaften ein Bein zu stellen. Wir wollen unbedingt ein Spiel gewinnen. Dann werden wir mal sehen, wie es weiter geht.

 

Julian, vielen Dank für das Gespräch und für Deinen – nicht nur sportlichen Werdegang – wünsche ich dir alles Gute.

 

 

Das Gespräch mit Julian führte Helmuth Höhn.

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